Frau mit Teetasse und Kerzen an einem gemütlichen Herbsttag

Immunsystem stärken – natürlich gut durch die Erkältungszeit

Kratzen im Hals, Schnupfen bei den Kollegen, Husten im Kindergarten – die Erkältungszeit hat begonnen. Was Sie im Alltag selbst für Ihre Abwehr tun können und worauf es bei Mikronährstoffen ankommt.

Immunsystem stärken – warum es gerade im Herbst darauf ankommt

Im Büro schnieft die Kollegin, im Kindergarten geht der Husten um und im Bus sitzt man dicht an dicht. Spätestens Ende Oktober ist die Erkältungszeit in vollem Gange. Rund 200 verschiedene Viren können einen grippalen Infekt auslösen – und in der kalten Jahreszeit haben sie besonders leichtes Spiel. Kein Wunder, dass jetzt viele Menschen nach Möglichkeiten suchen, ihr Immunsystem zu stärken.

Unser Abwehrsystem ist ein komplexes Netzwerk aus Zellen, Organen und Botenstoffen. Es arbeitet rund um die Uhr, um Krankheitserreger zu erkennen und unschädlich zu machen. Ein Wundermittel, das uns zuverlässig vor jeder Erkältung bewahrt, gibt es nicht. Sehr wohl aber können wir mit einem gesunden Lebensstil – ausreichend Schlaf, Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung – gute Voraussetzungen für ein normal funktionierendes Immunsystem schaffen.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was die Abwehr belastet, welche Alltagsgewohnheiten ihr guttun und worauf Sie bei Mikronährstoffen achten sollten. Außerdem verraten wir, welche Düfte die kalte Jahreszeit gemütlicher machen.

Was unsere Abwehrkräfte schwächt – typische Belastungen im Herbst

Dass wir uns im Herbst und Winter häufiger anstecken, hat mehrere Gründe. Viren überleben in kühler, trockener Luft länger, und wir halten uns öfter in geschlossenen Räumen mit vielen anderen Menschen auf. Gleichzeitig trocknet die Heizungsluft unsere Schleimhäute aus, die eigentlich als erste Barriere gegen Erreger dienen. Zusätzlich können folgende Faktoren die Abwehr belasten:

  • Dauerstress und wenig Erholung
  • Schlafmangel oder ein unruhiger Schlaf
  • Bewegungsmangel und wenig Zeit an der frischen Luft
  • Einseitige Ernährung mit wenig Obst und Gemüse
  • Zu wenig Flüssigkeit über den Tag verteilt
  • Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel in der sonnenarmen Jahreszeit

Immunsystem stärken im Alltag – Schlaf, Bewegung und Ernährung

Die gute Nachricht: Vieles, was dem Immunsystem guttut, lässt sich ganz einfach in den Alltag einbauen. Ausreichend Schlaf – für Erwachsene sieben bis acht Stunden – gibt dem Körper Zeit zur Regeneration. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung, und ein Spaziergang am Inn oder eine Runde über die Hungerburg ist gleichzeitig ein wohltuender Ausgleich zum Alltagsstress.

Auf dem Teller sorgen Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte für eine gute Grundversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend, etwa Wasser oder warme Kräutertees. Das hält die Schleimhäute feucht. Regelmäßiges Stoßlüften und gründliches Händewaschen mit Seife sind einfache Gewohnheiten, die in der Erkältungszeit helfen, die Weitergabe von Erregern zu verringern. Und eine Tasse heißer Ingwer- oder Kräutertee wärmt an kalten Tagen von innen. Viele schwören außerdem auf Wechselduschen oder regelmäßige Saunagänge – bei gesundem Kreislauf eine wohltuende Gewohnheit.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Rolle des Darms: Ein großer Teil unserer Immunzellen sitzt in der Darmschleimhaut. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Hülsenfrüchte und Gemüse sowie fermentierte Produkte wie Naturjoghurt oder Sauerkraut gehören deshalb zu einer abwechslungsreichen Ernährung dazu. Und schließlich hilft bewusste Entspannung – ob beim Lesen, bei Atemübungen oder bei einem warmen Bad mit einem wohltuenden Badeöl –, die Stresshormone zu senken, die das Immunsystem auf Dauer belasten können.

Bei Kindern gilt: Ein kindliches Immunsystem muss erst „lernen“. Häufige Infekte in den ersten Kindergartenjahren sind daher ganz normal. Viel Bewegung im Freien, ausreichend Schlaf und eine abwechslungsreiche Ernährung sind auch hier die beste Basis, um das Immunsystem bei Kindern zu stärken.

Mikronährstoffe und Aromapflege – gut beraten aus der Apotheke

Wenn die Ernährung nicht immer ausgewogen ist oder der Bedarf erhöht ist, können ausgewählte Mikronährstoffe eine sinnvolle Ergänzung sein. Vitamin C, Vitamin D, Zink und Selen tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen allerdings keine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise. Welche Kombination und Dosierung für Sie passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab – deshalb beraten wir Sie dazu gerne individuell. Mehr zum Thema Sonnenvitamin lesen Sie auch in unserem Beitrag über den Vitamin D Mangel.

Ätherisches Eukalyptusöl in Braunglasflaschen mit frischem Eukalyptuszweig

Für eine gemütliche Atmosphäre in der kalten Jahreszeit greifen viele gerne zu ätherischen Ölen – etwa in der Duftlampe oder im Diffuser. Beliebte Düfte für Herbst und Winter sind:

  • Eukalyptus – frisch und klar
  • Thymian – kräftig und würzig
  • Zitrone – spritzig und erfrischend
  • Lavendel – blumig und sanft, beliebt für eine entspannte Abendstimmung
  • Tea Tree (Teebaum) – herb und würzig

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Naturstoffe. Sie sollten nie unverdünnt auf die Haut gelangen und gehören nicht in Kinderhände. Öle wie Eukalyptus oder Pfefferminze sind für Säuglinge und Kleinkinder sowie für Menschen mit Asthma nicht geeignet. Für Kinder gibt es eigene, besonders milde Mischungen. In unserer Apotheke führen wir naturreine Bio-Öle von Farfalla und Primavera sowie die Aromapflege-Serie nach Hebammenrezeptur, die speziell für Mutter und Kind entwickelt wurde. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Aromatherapie.

Sie interessieren sich für komplementäre Methoden wie Schüßler Salze oder Homöopathie? Auch dazu beraten wir Sie gerne persönlich in der Apotheke.

Wann eine Erkältung ärztlich abgeklärt werden sollte

Eine gewöhnliche Erkältung klingt meist nach sieben bis zehn Tagen von selbst wieder ab. Suchen Sie jedoch ärztlichen Rat, wenn hohes Fieber über 39 °C auftritt, Fieber länger als drei Tage anhält, die Beschwerden sich nach einer Woche verschlechtern statt bessern oder starke Ohren-, Brust- oder Kopfschmerzen hinzukommen. Bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, älteren Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen ist frühzeitige ärztliche Abklärung besonders wichtig. Bei Atemnot wählen Sie bitte sofort den Notruf 144.

Persönliche Beratung in Ihrer Apotheke Nova Park in Innsbruck

Sie haben Fragen zu Mikronährstoffen oder möchten ein Aromaöl finden, das zu Ihnen und Ihrer Familie passt? Unser Team in der Apotheke Nova Park in Innsbruck-Arzl nimmt sich gerne Zeit für Sie. Unsere Aromaexpertin stellt Ihnen auf Wunsch eine persönliche Duftmischung zusammen, und mehrere Absolventinnen der Nährstoffakademie Salzburg beraten Sie individuell zu Mikronährstoffen.

Besuchen Sie uns während unserer Öffnungszeiten oder kontaktieren Sie uns vorab – wir sind gerne für Sie da!

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